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Katz Kulinarisch

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Sep 16: Hanoi Express

Abendessen im Hanoi Express, in der Sechsschimmelgasse im 9. Bezirk.



Ich wusste eigentlich gar nichts über das Lokal und war deshalb ziemlich gespannt, als wir uns für ein Abendessen dort entschieden. Es gibt keine Website und in im Internet findet man eigentlich auch nur Adresse und Telefonnummer, wenn man beim Falter danach sucht. Nachträglich habe ich dann doch noch den derStandard.at Artikel gefunden.

Wir waren zu viert dort, und haben mit unseren Bestellungen so ziemlich alles abgedeckt, was es an verschiedenen Gerichten gab - Spieße, Suppe, die Rollen und auch den Pudding. Das Essen war sehr lecker. Speziell die vegetarische Curry-Suppe fand' ich sehr gut. Auch die Rolle war ausgezeichnet. Ich habe zum Abschluss dann auch noch den vietnamesischen Kaffee probiert, der quasi "live" am Tisch gebrüht wird. :-D
Der war wirklich ausgezeichnet!

Von am Tisch frisch gestreuten Kräutern und Bambussprossen im Essen, wie es in der derstandard erzählt wird, merkten wir nichts. Das Lokal war an sich gut gefüllt, auch mit Gästen, die nur schnell etwas mitnehmen wollten. Dementsprechend überfordert kam mir das Personal vor, das die Tische bediente. Prinzipiell wirkt die Atmosphäre des Lokals sehr authentisch, aber zum lange gemütlichen Sitzen ist es eher nicht geeignet. Ich hätte das Lokal gerne in der Nähe, um mir nach einem lange Arbeitstag schnell was Leckeres nach Hause mitnehmen zu können.

Die Preise sind definitiv angemessen.




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Jun 26: Abendessen im I Ragazzi

Anläßlich eines Geburtstages gingen wir diese Woche ins I Ragazzi in die Burggasse. Bis jetzt war ich noch nie dort gewesen, hatte nur von Anderen immer Gutes gehört.

Es war ein sehr heißer, schwüler Abend und dementsprechend erging es uns. Das Restaurant war ziemlich gut besucht, was das Temperaturproblem noch etwas vergrößerte. Durch die vielen Leute war es auch sehr laut im Lokal und wir mussten schreien, um uns gegenseitig zu verstehen.

Psychedelic Pizza Picture
Trotzdem stürzten wir uns auf Pizze und Pasta. Bei mir wurde es eine Pizza Capricciosa mit ausgezeichnetem Prosciutto und Artischocken. Der Pizzateig genau richtig - nicht zu dünn und nicht zu dick. Leicht verbrannt an den Rändern. Ist nicht jedermann's/frau Sache - ich mag es. Wir bestellten dazu einen Chianti (not with liver and fava beans ;-) ), der etwas sauer war.

Beim Zahlen dann, welch' Überraschung, es wird nur Bares akzeptiert. O-Ton Kellner mit italienischem Akzent: "Das liegt vielleicht daran, dass wir Sizilianer sind. Eh!?" Najo ... wir kratzen unser gesamtes Bargeld zusammen und müssen zum Glück nicht Teller waschen.

Fazit, sehr gutes Essen, mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis. Für eine bessere Atmosphäre könnte man wohl ein paar Tische opfern, damit die Geräuschentwicklung nicht so extrem ist, aber da wird wohl eher dem schnöden Mammon nachgejagt. Das ergibt 3 gute Sterne von mir, mit einem Abzug für die fehlende bargeldlose Zahlungsmöglichkeit und einem "Marienkäfer" für die gut aussehenden Kellner. ;-)
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May 21: Pizza Mari

... wo alles begann ...

Am 9. Mai veröffentlichte derStandard in seiner Printausgabe (Rondo) und auch in der Online Ausgabe einen Artikel zum neu eröffneten Lokal "Pizza Mari".

Da sich die Lokalität im 2. Bezirk befindet - also quasi auf unserer Homebase, entschloss sich die Hausgemeinschaft aka Friends 2.0 letztes Wochenende zu einem spontanen Abendbesuch in der Pizzeria. Nachdem die Kritik im Standard doch recht gut ausfiel, rechneten wir mit einem gröberen Ansturm auf das Lokal, was mich dazu bewegte einen Reservierungsanruf zu tätigen. Nachdem Google noch keinen Link auf eine Website des Lokals ausspuckte, musste ich auf die im Artikel genannte Mobiltelefonnummer zurückgreifen. Dort erreichte ich niemanden - Annahme: In dem Lokal ist wahrscheinlich die Hölle los. Wir entschieden uns dann trotzdem unser Glück zu versuchen.

Justament an diesem Abend regnet es in Wien Hunde&Katzen, was dazu führte, dass wir mehr oder minder klitsch nass im Lokal eintrafen.

Am Eingang viel mir sofort auf, dass auf den Treppen Leute standen, die dem blauen Dunst fröhnten. Aha! Ein Nicht-Raucher Lokal also.



Auf den ersten Blick schien das relativ spartanisch eingerichtete Lokal voll besetzt zu sein. Doch an einem der längeren Tische ergatterten wir noch 5 Plätze für uns. Die Hausgemeinschaft war ziemlich ausgehungert, was uns in Verbindung mit dem Pizza-Holzofen-Geruch, der schon eine Häuserecke vorher zu riechen war, zum Sabbern brachte.

Instantamente machten wir uns über das "Speiseblatt" - eine sehr reduzierte, einseitige Speisekarte - her, bestellten eine Karaffe mit Rotwein und Wasser und dann die Pizzen (Salsiccia, Prosciutto Crudo, Margherita und noch eine mit Rosmarin und Kartoffel, wo mir jetzt kurzfristig der Name entfallen ist).

Nachdem wir die Bestellung abgegeben hatten, war es an der Zeit die Lokalität näher zu betrachten. Die sehr reduzierte Einrichtung hat wirklich etwas von Italien, allerdings war es für meinen Geschmack schon etwas zuwenig und so fehlt dem Lokal mM nach etwas an Charakter. Die Hütte war wirklich voll, aber das hatten wir ja schon erwartet. Was uns sofort auffiel, war die extrem laute Atmosphäre - man musste teilweise wirklich genau die Ohren spitzen bzw. laut sprechen. Dagegen kamen nicht mal die übergroßen Megaphon-Lautsprecher in den Raumecken an, aus denen sporadisch Spieldosenähnliche, nicht zuordenbare Musik zuhören war.

Die Getränke kamen dann schnell. Der Wein, ein österreichischer Zweigelt war sehr angenehm leicht und schmeckte.

Nach ca. 20min kamen dann die ersten beiden Pizzen, Procsciutto und Rosmarin/Kartoffel. Die Glücklichen griffen nach dem Besteck, vom altbekannten schwedischen Möbelhaus, und begannen unter "Langzahn-Blicken" der Tischkollegen mit dem Essen. Die physikalische Beschaffenheit der Gabeln verlieh meinem Sitznachbarn "Uri Gellersche" Fähigkeiten, etwas was ich nicht reproduzieren konnte. ;-)

Nach weiteren 5min trifft dann Pizza No. 3 ein - Salsiccia. Die Margheritas trotzen ihrer Einfachheit und lassen auf sich warten.



Inzwischen der erste Austausch unter den Essern. Ja, der Holzofengeschmack, eine Seltenheit! Die Tomatensauce, zweifelsohne aus ausgezeichneten Tomaten hergestellt. Der Teig wirklich ausgezeichnet! Trotzdem, mein erster Eindruck, auch hier etwas zuu spartanisch. Meiner Meinung nach hätten der Pizza ein oder zwei Basilikumblätter mehr gut getan. Aber hier gingen die Meinungen auseinander. Die ungewöhnliche Kombination aus Panna, Kartoffel und Rosmarin kam sehr gut an, und hatte geschmacklich mehr zu bieten. Bei der Prosciutto/Salsiccia Pizza kam das Geschmackserlebnis hauptsächlich von dem ausgezeichneten Schinken bzw. der Salsiccia.

Pizzen No. 4 und 5 ließen weiterhin auf sich warten. Nach einer Stunde hatten wir Gewißheit, dieser Teil der Bestellung war offenbar untergegangen. Nach einem kurzen Gespräch mit dem Kellner und anschließend mit der Chefin, entschlossen wir uns noch zu warten. Die Glücklichen waren ja bereits schon fertig.



Dann treffen auch noch die beiden Nachzügler ein. Eine davon noch ziemlich "blass". Naja, es musste schnell gehen.



Der erste Besuch in der Pizzeria Mari ist wohl geprägt von Startschwierigkeiten, sowohl beim Timing mit den Pizzen als auch bei der Aufmerksamkeit des Personals. Es war sicher nicht der letzte Besuch dort und deswegen dürfen wir schon gespannt sein auf das nächste Mal. Trotzdem, für's Erste mal nur 3 Sterne.





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